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Wandern entlang den Spuren des ehemaligen Eisenerzbergbaus von Albert Schäfer

Auszug aus dem Buch:

 

Die Grube Girmscheid

Seit 1803 wurde "im Girmscheid" ein Stollen betrieben, später wurden zwei weitere Stollen angelegt. Diese Stollen trugen die Namen "Tiefer Stollen", "Kohlseifer Stollen" und "neuer tiefer Stollen" oder "Christian- bzw. Erbstollen". Am 1. November 1808 wurde der Berg- und Hüttengewerkschaft "Heinrich Wilhelm Remy zum Rashelstein" eine Belehnung für diese Grubenanlage auf "hundert Jahre erteilt" (Fahrbuch der Zeche Girmscheid). Im Verkehrsmuseum Nürnberg liegt ein Stück Eisenbahnschiene, gewalzt von Remy im Walzwerk Rasselstein, auf dem 1835 der "Adler" von Nürnberg bis Fürth fuhr...

Die Grube Georg

Wenn Sie auf Ihrer Wanderung nun die Autobahn bei Willroth wieder überqueren, also eigentliches Gebiet der "Bürgermeisterei Flammersfeld" betreten, erhebt sich vor Ihnen wieder das weithin sichtbare Wahrzeichen des Eisenerzbergbaus unserer Heimat, der Förderturm der Grube Georg. Mit der Zeche Girmscheid macht diese Grube den Anfang einer Kette von Grubenanlagen entlang des "Horhauser Gangzuges", wie die Geologen sagen. Ein Blick auf die Karte weist das aus:
Girmscheid, Georg, Friedrich Wilhelm, Nöchelchen, Louise, Lammerichskaule, Harzberg und Silberwiese liegen wie aufgereiht fast hintereinander...

Die Verhüttung der Erze

Das von allen Grubenanlagen im Bereich der Verbandsgemeinde Flammersfeld (früher "Sammtgemeinde Flammersfeld") gewonnene Erz wurde nie an Ort und Stelle verhüttet, wenn man von zwei kleineren Verhüttungsstellen absieht: Unterhalb von Güllesheim in Richtung Oberlahr finden sich im Acker- und Waldboden Eisenschmelzstücke, die auf eine primitive, wahrscheinlich frühe Verhüttung hindeuten. Zu Recht trägt dieses Gebiet die Flurbezeichnung "Im Gebrannten". Weiterhin deuten die Flurbezeichnungen "Hüttenwiese" und "Am Hüttenplatz" in der Gemarkung Pleckhausen unmittelbar am Zusammenfluß von Grenzbach und Daufenbach auf eine Eisenerzverhüttung hin. Hier wurde 1678 durch Hüttenmeister Lorentz Clas von Linz/Rh. die "Neue Hütte" errichtet. Er besaß schon eine bei Borscheid, die "Alte Hütte", die ebenfalls im Gebiet der "Herrschaft Horhausen und Peterslahr" lag...

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