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"Die gebildete Eiche“ von Peterslahr

Auszug aus dem Text „Die gebildete Eiche" (Vom Bergmann, der beinahe reich geworden wäre)

Von der Grube Louise im Lahrbachtal führt der Bergmannspfad über die Höhe nach Peterslahr. Hohe Schirmfichten schaukeln im Wind ihre hängenden Zweige. Meisenvolk wirbelt darin auf und ab. Am Rande entlang zittert langhalmiges Waldgras. Da sperrt im Walde ein mächtiger Eichbaum den Weg. Mitten auf den Kreuzweg stellt er sich, als ob er hier den Wegezoll zu heben hätte. Hoch und selbstbewusst reckt er seinen Stamm, der knapp einen Meter im Durchmesser hat. Der Sturm, der über die Höhe braust, hat ihm seinen Wipfel heruntergerissen, doch um so gewaltiger breiten sich seine Astarme in die Weite. In einer stürmischen Nacht, als hier Wodans wildes Heer durch die Lüfte fuhr und hinter ihm drein die Huldinnen, die Hollen, fegten, war es. Über die Rheinberge kam es, um die Linzer Basaltkuppen pfiff’s, um die Zinnen von Altenwied, durchs Tal und herauf auf die Berge. Es heulte und rauschte, und der Bergmann, der den einsamen Weg ging, hielt sich an den Tannen und duckte sich zur Erde, bis es vorüber war...

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