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Förderturm der "Grube Georg" in Willroth

an der historischen Raiffeisenstraße

Der Bergbau in der Verbandsgemeinde Flammersfeld begann vor über 1000 Jahren im Tagebau in den Wäldern des sogenannten „Horhauser Gangzuges“ (Raum Horhausen). Der 56 m hohe Förderturm der Grube Georg ist das Zeichen des modernen Eisenerzbergbaus der Region. Mit der Schließung dieser Grube am 31. März 1965 ging der Siegerländer Erzbergbau im sogenannten „Wieder-Bezirk“ zu Ende und 550 Bergleute wurden arbeitslos.

Zu Betriebszeiten existierten zwei Schachtanlagen (Schacht I und II) mit je einem separat errichteten Förderturm. Der heute noch bestehende Förderturm befindet sich unmittelbar über der Schachtanlage II, die eine maximale Tiefe (bergmännisch: Teufe) von rund 970 m aufweist. Die Grube war bekannt für ihr hohes Erzvorkommen, da sich neben dem sogenannten Eisenspat (auch Siderit genannt) ein hoher Anteil Mangan befand. Insgesamt wurden rund 6,5 Mio. Tonnen Eisenerz abgebaut.

Der Förderturm der Grube Georg steht als Wahrzeichen der Region und schon von weitem sichtbar direkt an der Autobahn A3 und der ICE-Trasse Köln-Frankfurt. 1988 wurde der Turm zum Industriedenkmal erklärt und in den Jahren 1994/95 mit Landesmitteln renoviert.

Heute dient der Förderturm vor allem als Touristenattraktion. Im Zeitraum von April bis Oktober werden jeden 3. Samstag Besichtigungen bis hoch zu den Förderrädern organisiert. Von hier aus bietet sich dem Besucher (Mindestalter 14 Jahre) bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht über die Region Westerwald/Rhein. Zusätzliche Besichtigungen für Besucher sind nach vorheriger Vereinbarung auch an anderen Terminen möglich.



Informationen und Anmeldungen:
Verbandsgemeindeverwaltung Flammersfeld, Tourist-Information, Tel.: 02685/809-192 oder 809-193, Bürgerinitiative Willroth, Jürgen Kalscheid, Tel.: 02687/1323.

Besucherordnung Förderturm